Systems Engineering

Was ist SE ?

Systems Engineering ist ein fachdisziplin-übergreifender Ansatz zur effektiven und effizienten Entwicklung von technischen Systemen – »Der Klebstoff zwischen den einzelnen Disziplinen – und auch zum Management«, wie Dr. Thaddäus Dorsch es formuliert. SE adressiert das zu entwickelnde System aus unterschiedlichen Perspektiven sowie das zugehörige Projekt gleichermaßen und steuert so die Gesamtheit aller Entwicklungs- und Projektmanagementaktivitäten.

Was ist MBSE?

Model-Based Systems Engineering (MBSE) ist die Weiterentwicklung des klassischen Systems Engineerings. MBSE bezeichnet die formalisierte Erstellung, Implementierung und Nutzung von Modellen zur durchgängigen Unterstützung der gesamten Produktentstehung und zur weiteren Verwendung im gesamten Produktlebenszyklus. Dazu dient ein Systemmodell als Kommunikations- und Kooperationsbasis aller beteiligten Disziplinen. Die Modellierungstechniken des MBSE helfen, Zusammenhänge zu erfassen und Auswirkungen von Änderungen im System frühzeitig zu erkennen.

Warum SE?

»Industrie 4.0« steht für eine neue Stufe der Organisation und Steuerung der Wertschöpfungskette über den Produktlebenszyklus. Durch die Vernetzung sämtlicher Objekte (Dinge) über das Internet kann sich etwa die Produktion dezentral konfigurieren und bei Bedarf flexibel rekonfigurieren. Das hat Auswirkungen auf sämtliche Produktentwicklungsprojekte. Diese intelligenten Systeme werden mit Systems Engineering wettbewerbsfähig entwickelt.

Übergreifende Kommunikation

Die Entwicklung von mechatronischen Produkten braucht interdisziplinäre Kommunikation und Zusammenarbeit. Wie soll man diese gestalten? SE ist der richtige Ansatz. Um die vielfältigen an der Entwicklung beteiligten Disziplinen, ihre Denkweisen und Sprachen zusammenzubringen, haben wir gemeinsam mit dem Heinz Nixdorf Institut die Spezifikationstechnik CONSENS entwickelt. CONSENS haben wir in mehr als 50 Projekten erfolgreich angewendet.

Virtuelle Entwicklungsmodelle

Mit modernen Software-Tools schaffen wir ein virtuelles Abbild unseres Systemmodells, das durch Funktions- und Wirkstruk-turen der Link zu Ihren etablierten CAE-Modellen ist. Der Clou: Alle im Vorfeld erarbeiteten Anforderungen können hier hinterlegt werden und sind für alle Beteiligten über den gesamten Entwicklungs-prozess verfügbar. Verändern sich Entwicklungsbedingungen oder Anforderungen, wird auch diese Information hier ab-gebildet. Kostenintensive Verzögerungen im Entwicklungsprozess können so antizipiert werden

Innovations- und Entwicklungsnetzwerke

Die »Weltfabrik« wird zunehmend abgelöst durch agile Innovations- und Entwicklungsnetzwerke. Diese Netzwerke steigern nicht nur das Innovationspotential, sondern verbessern auch die Effizienz. Eine solche Organisation in Innovations- und Entwicklungsnetzwerke muss aber auch über Zeitzonen und Kulturkreise hinweg beherrscht werden – Systems Engineering gibt dieser Zusammenarbeit eine robuste Basis.